Mein Grossvater, geb 1901 als Sohn eines Küfermeisters und Weinhändlers, trat wie es damals noch üblich war in die Fussstapfen seines Vaters, dessen Geschäft er 1931 dann auch übernahm. Sein grösster Wunsch war es schon bald, einen eigenen Rebberg zu bewirtschaften. Es dauerte allerdings noch einige Zeit bis er sein Ziel erreichte. 1956 war es dann so weit, dass er seinen Kunden einen „Eigenbau“ anbieten konnte. Er erstand damals in Oberneunforn  „Im Süssenberg“ 32 Aren Blauburgunderreben, die erst ein paar Jahre vorher gepflanzt worden waren. Die Kelterung des Weines entsprach seinem damaligen Wissen, das er sich in den 20er Jahren an der Weinbaufachschule in Weinsberg (Deutschland) geholt hatte. Er akzeptierte, dass jeder Jahrgang sich entsprechend dem Jahresablauf mit zum Teil recht unterschiedlichen Resultaten entwickelte. Als mein Grossvater vor ca. 30 Jahren überraschend starb, war ein Verkauf des Rebberges kein Diskussionsthema. Meine Eltern, und nun auch wir, die 3. Generation,  machten den Weinbau zu unserem Hobby. Ausser sanften Anpassungen an die neuesten Erkenntnisse im Weinbau blieben wir bis heute den Keltermethoden unseres Grossvaters treu. Das heisst - die alte Spindelpresse bleibt weiter in Funktion - wir lassen dem Wein Zeit für die Gärphase und für den biologischen Säureabbau - wir verwenden nur soviel Chemie wie unbedingt nötig - etc. Wir versuchen jedes Jahr zusammen mit der Natur, das Beste aus unserem Rebberg zu machen und es dürfen sich auch heute noch die einzelnen Jahrgänge von einander unterscheiden.

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen, sei es als alte oder als neue Kunden, noch manchen eigenständigen Jahrgang präsentieren dürfen.